Games of Thrones (Film)

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Jetzt habe ich auch endlich das große Epos „Games of Thrones“ gesehen. Ein echtes
Kunstwerk! Die komplexe Geschichte ist geschickt gestrickt, die Schicksale der Personen und
Familien sinnvoll miteinander verwoben. Es sind ja nur sieben Königreiche, und jeder kennt
dann irgendwann jeden. Leider nie gut genug.
Ähnlich wie beim „Herr der Ringe“ wird irgendwann klar, dass die verfeindeten Parteien
zusammenhalten müssen, um gegen eine gemeinsame übermächtige Bedrohung
anzukommen: eine riesige Zombiearmee. Die Mischung aus Zombies, Göttern, Drachen und
Magie ist eventuell etwas zu viel. Aber in acht Staffeln muss man schon ordentlich was
reinpacken!
Mir waren auch Sex und Gewalt etwas zu viel. Bei vielen grausamen Szenen habe ich mich
einfach abgewendet. Ich muss mir nicht alles ansehen, denn solche Bilder brennen sich auf
immer in mein Gehirn ein. Mich interessierte vor allem die Entwicklung der Personen. Über
die Jahre hinweg werden sie immer reifer, aber auch irrer und rücksichtsloser. Wie im echten
Leben fand ich es spannend, wenn sich Menschen neu kennen lernen, die ich schon länger
kenne. Werden sie sich mögen? Werden sie einander richtig einzuschätzen wissen?
In dieser Welt voller tödlicher Intrigen schafft es leider niemand, schuldlos zu bleiben. Immer
wenn ich jemanden für einen der Guten hielt, machte er als nächstes etwas richtig Fieses.
Motivierend fand ich, wie hier Menschen unter schwierigsten Umständen noch die Nerven
und die Würde bewahren. Ich mochte auch die verschiedenen starken Frauen. Einige Männer
und Frauen sind als echte „tortured heros“ durch die Hölle gegangen. Gerade in existenziellen
Krisen zeigt sich der Charakter einer Person.
Die Kulissen und Kostüme sind auch sehr, sehr liebevoll gemacht. Man achte gerne auch auf
Symbole im Hintergrund, beispielsweise Wandgemälde. Besonders gefiel mir auch der
eifersüchtige Blick des Drachen, als die Drachenkönigin ihren Holden küsste. Genau so guckt
auch mein Schildkrötenmännchen, wenn ich das Weibchen kraule: die Vorderbeine
sprungbreit gespreizt und ein starrer Blick, der sagt. „Ich beobachte genau, was du machst.
Und wenn du ihr weh tust, dann greife ich an!“ Das ist bei einer 700 Gramm leichten
Schildkröte natürlich lustiger als bei einem Drachen von der Größe eines Doppeldecker-
Busses.
Leider sind auch zahlreiche klischeehafte Handlungsmuster enthalten. Beispielsweise der
unglücklich Verliebte, der am Ende sein Leben für die Geliebte hingibt. Das machte einige
Szenen erschreckend vorhersehbar!
Die epische Handlung durchläuft mehrere Phasen: Die ersten Staffeln dienen vor allem der
Ausbildung unserer Helden, damit wir sie kennen lernen und sie ihre Bündnisse und
Feindschaften entwickeln. In Staffel 7 verbünden sich fast alle Menschen gemeinsam gegen
die Zombies („Weiße Wanderer“ genannt), in Staffel 8 erfolgt der endgültige Kampf der zwei
Parteien um die Herrschaft über die sieben Länder. Bis zuletzt wissen wir nicht, ob wir mit der
richtigen Königin mitfiebern.
Nach und nach sterben nicht nur gute Leute, vor allem auch ein paar der Bösen.
Zwischendurch fragte ich mich sogar, ob eines Tages nur noch Frauen herrschen werden. Aber
natürlich will das Volk das nicht, sondern wählt einen Mann, wenn es wählen kann.

Als Zitate habe ich mir notiert:
„Komplotte sind der Allgemeinheit nicht bekannt.“
„Sicherheit ist leider niemals ein dauerhafter Zustand.“
Meine Lieblingsszene war der Abend vor der großen Schlacht gegen die Zombies, wo sich die
lieb gewonnenen Helden um das Kaminfeuer sammeln. Sie wissen ganz genau, dass die
meisten von ihnen in wenigen Stunden im Kampf fallen werden. Wie verbringt man so einen
Abend?

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